Kompetenzen, Daten und Kommunikation in der Digitalisierung – Ideen vom BarCamp #MucGov18

Themen des BarCamps

Themen des BarCamps #MucGov18

Am 5. Mai war es wieder soweit: Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr kamen auch diesmal wieder zahlreiche Bürger_innen und Mitarbeiter_innen der Stadt München beim BarCamp #MucGov18 zusammen!

Das BarCamp #MucGov18 stand unter dem Motto „Digitale Stadt. Ideen, Projekte, Apps.“ Das Team E- und Open Government der städtischen IT und die Junge Volkshochschule München (MVHS) haben herzlich dazu eingeladen, gemeinsam über die digitale Zukunft der Stadt(verwaltung) zu diskutieren.

Gemeinsam für unsere digitale Stadt

Trotz des schönen Wetters ließen sich etwa 80 Teilnehmer_innen die Chance nicht entgehen, Ihre Ideen zu präsentieren, Fragen zu diskutieren und auf Handlungsfelder aufmerksam zu machen.

Der Teilnehmerkreis war vielfältig: Vertreter_innen der Bürgerschaft Münchens, der Politik, der Stadtverwaltung, aus Wirtschaftsunternehmen und Start Ups. Auch Nachwuchskräfte der Stadt München folgten der Einladung in das neue Bildungszentrum „Einsteinstraße 28“ der VHS. Der jüngste BarCamper war gerade einmal 9 Jahre alt und hielt sogar eine eigene Session. An dieser Stelle nochmals vielen Dank und großen Respekt!

Das Herz der Teilnehmer_innen eroberte aber vor allem Sherlock – vielleicht sollte er zukünftig das Maskottchen unseres BarCamps werden!

Die Begrüßung durch den neuen IT-Referenten Herrn Thomas Bönig war ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit des Themas „Digitalisierung der Stadt“. Wie viele Andere war auch er ein BarCamp-Neuling und hat eine eigenen Session angeboten.

Motivierte und engagierte Teilnehmer_innen, eine lockere Atmosphäre und viele tolle Ideen – das BarCamp war ein voller Erfolg! Unser Video gibt einen kleinen Eindruck davon:

BarCamp – Wo Ideen wachsen

Nach einer kurzen Begrüßung war es Zeit für die Keynote von Christiane Winter. Sie ist BarCamperin der ersten Stunde und Gründerin von „Digital>>School„. Sie hat den „Digitalbus“ entwickelt: Ein umgestalteter Linienbus dient als digitaler Lernraum und fährt direkt zu den Schulen. So werden digitale Arbeitsplätze für Schulklassen angeboten. Auch die SmartCity App stand im Fokus Ihres Inputs.

Gleich im Anschluss ging es weiter mit der Vorstellung der BarCamp-Ideen. Die Session-Geber_innen hatten nur wenige Sekunden Zeit, die anderen BarCamper_innen von ihrer Idee zu überzeugen. Wer Interesse an dem jeweiligen Thema hat, wurde durch Handzeichen festgehalten und von der analogen Pinnwand im Teamwork digital übertragen.

Bei so viel Engagement war der Sessionplan mit 25 Themen prall gefüllt: Vom Miniworkshop zur Smartphone-Fotografie, über Kompetenzvermittlung, Berufswahl 4.0 und den Nutzen und Grenzen digitaler Bildung, bis hin zur Kommunikation mit der Stadtverwaltung und vieles mehr!

Sessionplan BarCamp #MucGov18

Sessionplan BarCamp #MucGov18

Gib dem Chat Bot einen Namen!

Eine Session des Teams E- und Open Government beschäftigte sich mit einer neuen Art der Behördenkommunikation – dem Chat Bot!

Zukünftig sollen Bürger_innen die Möglichkeit haben, ihre Fragen zu den Services der Stadtverwaltung einem Chat Bot zu stellen. Dabei wird der Bot über Zuständigkeiten, Öffnungszeiten und benötigte Unterlagen informieren. Auch Checklisten und die komplette Abwicklung eines Verwaltungsvorgangs sind technisch möglich.

Mit den BarCampern_innen wurde diskutiert, was der Bot noch können soll. Hier ein paar Ideen:

  • Weiterleitung komplexer oder individueller Anfragen
    Die Idee der BarCamper_innen war eine Art Ticketsystem. Dabei sollen die Anliegen inklusive des Chatverlaufs direkt an die zuständige Sachbearbeitung weitergeleitet werden, wenn der Bot nicht eigenständig eine Lösung findet. So haben die Mitarbeiter_innen die Möglichkeit, sich gezielt vorzubereiten und sich mit einer konkreten Antwort zurück zu melden.
  • Einbindung des Bürgerkontos
    Das Bürgerkonto soll auch beim Chat Bot einen Vorteil bieten. Hier angemeldet kann der Bot die Bürger_innen persönlich ansprechen und individuelle Anträge und Daten aus dem Bürgerkonto übernehmen.
  • „Soft Skills“ des ChatBot
    Ein Chat Bot braucht neben diesen Funktionalitäten auch „Soft Skills“. Es soll Persönlichkeit und Humor haben! Außerdem sollte der Bot möglichst alle Sprachen sprechen (Bayrisch oder Münchnerisch ist dabei keinesfalls ausgeschlossen).

Thema dieser Session war auch die Frage, wie der zukünftige städtische Chat Bot heißen soll. Ob traditionell, modern oder abstrakt – die Teilnehmer_innen waren kreativ: Bavaria, Kindl, Alois (Loisl – Ein Münchner im Himmel), Münchner Kindl Bot, mucbot, mbot, Botl, Mingabot und viele mehr. Wie der Bot dann tatsächlich heißen wird, können wir vielleicht schon auf dem BarCamp 2019 berichten.

Weitere Ideen dazu finden Sie hier in der Dokumentation zur Session.

Digitalisierung der Landeshauptstadt München

Auch unser neuer IT-Referent Herr Thomas Bönig hat eine Session in Form eines Vortrags mit anschließender Diskussionsrunde angeboten. Er diskutierte mit den Teilnehmern_innen seinen Plan von der Zukunft der digitalen Stadtverwaltung. Das Interesse war riesig!

Zunächst ging es um den aktuellen Stand der IT in der Münchner Stadtverwaltung. Thomas Bönig betonte, dass aufgrund der komplexen Strukturen in München nicht alles auf einmal geht. Ziel ist es, EINE IT zu schaffen, welche die Digitalisierung in der Stadt München stadtweit konsolidieren und als „Enabler“ (Möglichmacher) unterstützen soll.

Dazu wird eine Digitalisierungsstrategie entwickelt, die unter anderem die Anpassung von bestehenden IT-Systemen, die digitale Nutzung von Daten für Fachverfahren und als erforderliche Grundlage eine stadtweite eAkte beinhaltet. Mehr Spezialisten_innen und eine gut ausgebaute Infrastruktur sind nötig, um die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.

„Die Verwaltung muss dabei auch lernen, nicht alles von Anfang an perfekt machen zu wollen! Lieber starten wir mit 80% und die restlichen 20% holen wir später nach.“

Thomas Bönig, IT-Referent der Stadt München

Online-Dienste und Kooperation

Klar muss aber sein, dass nicht alle Prozesse digitalisierbar sind. Viele Faktoren, wie etwa die Wirtschaftlichkeit, Ressourcen und gesetzliche Grundlagen, gilt es zu berücksichtigen. Bereits heute sind aber viele Verwaltungsleistungen der Stadt schon online nutzbar wie etwa die Meldebescheinigung oder die Schülerbeförderung.

„Wenn es ein Thema gibt, über das Ihr gerne sprechen würdet, sind wir gerne bereit, das gemeinsam mit Euch zu tun.
Meine Tür und die der Mitarbeiter_innen der Stadt stehen euch immer offen!“

Thomas Bönig, IT-Referent der Stadt München

Die Bürger_innen werden dabei zukünftig stärker eingebunden. Alle Fragen und Antworten aus der Session finden Sie hier zum Nachlesen!

Kurzum:

  • Die Digitalisierung geschieht in den Fachbereichen.
  • Die IT unterstützt diesen Prozess zukünftig auch als „Enabler“ der Fachbereiche.
  • Die Bürger_innen sollen integriert und informiert werden.
  • Die Politik muss dabei die wesentlichen Maßstäbe und Rahmenbedingungen setzen.

Kompetenzen gekonnt vermitteln

Die Digitalisierung bringt Veränderungen in vielen Bereichen mit sich. Dabei sind Fachexperten_innen gefragt, die nötigen Kompetenzen gekonnt zu vermitteln. Wie ihnen das gelingt und welche Methoden und Vorgehensweisen angewandt werden können, diesen Fragen hat sich die Session von Rosemarie Konirsch angenommen. Einen ausführlichen Bericht hierzu finden Sie auf ihrem Blog Demografie gestalten.

Dokumentationen, Fotos, Tweets

Leider kann hier nur über ausgewählte Sessions berichtet werden. Weitere Dokumentationen und Eindrücke erhalten Sie aber auch unter den folgenden Links:

  • Dokumentationen zu den Sessions hier im Etherpad.
  • Informationen zum Format BarCamp und Details zu einigen Sessions auf barcamptools.eu/mucgov18.
  • Zudem wurde natürlich auch fleißig getwittert! Alle Tweets hier.

Einige Impressionen gibt es in der Bildergallerie:

 

Wir danken der Jungen Volkshochschule München für die tolle Kooperation und den Kollegen_innen aus den Münchner Behörden, die sich der Diskussion mit „Ihren“ Kunden_innen gestellt haben.

Vor allem bedanken wir uns natürlich bei allen Teilnehmern_innen! Es ist schön zu sehen, wie viel Engagement für die gemeinsame Arbeit an der digitalen Zukunft der Stadt München vorhanden ist.

Open Government Tag 2018

Wer weiter diskutieren möchte, sollte sich den 25. Oktober 2018 vormerken!

Restart Verwaltung: gemeinsam – innovativ – mutig

Wie der Slogan bereits verspricht, versucht der diesjährige Open Government Tag die Aufbruchstimmung vom letzten Jahr wieder aufzugreifen. Bürger_innen, Querdenker_innen und Innovatoren_innen – gemeinsam wollen wir mutig einen Neustart der Verwaltung diskutieren. Erste, hochkarätige Speaker konnten wir schon gewinnen und es wird auch Gelegenheit zur Diskussion geben. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung gibt es in Kürze auf www.muenchen.de/opengovernmenttage.

Wir freuen uns sehr über ein Wiedersehen auf dem #OGTM18!

Der Beitrag wurde von Lisa Zech, duale Studentin Public Management, erstellt.

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Algorithmenethik | Auswertung der Blogparade – Eure Meinungen und Ideen zu Künstlicher Intelligenz fürs Gemeinwohl - Algorithmenethik

Schreibe einen Kommentar