Die intelligenten Lichtmasten stellen sich vor

Am 5. Juli wurden die im Rahmen des EU-Projektes „Smarter Together“ entwickelten intelligenten Lichtmasten mit einem Sommerfest am Stadtteillabor in der Limesstraße offiziell vorgestellt.

Sommerfest Lichtmasten

Sommerfest Lichtmasten

Steuerung und Services in der Smart City

Die intelligenten Lichtmasten sind das Rückgrat einer modernen, digitalen Infrastruktur für mehr lokale Informationen und zur Entwicklung innovativer Dienste. Sie dienen als Träger für Sensoren, die Basis sind für die Steuerung und Planung der Stadt. M-WLANIm Projektgebiet stehen insgesamt 60 intelligente Lichtmasten, die auch mit M-WLAN versehen sind. Dieses kann von jedem Bürger_in unentgeltlich genutzt werden können.

Von außen sehen sie aus wie herkömmliche Münchner Lichtmasten. Aber eine spezielle Bauweise sorgt für Raum für Sensoren, die verschiedene Daten erheben können. An der Ausgestaltung der Lichtmasten beteiligten sich Anwohner_innen in Neuaubing-Westkreuz. Im Oktober 2017 hatte die Landeshauptstadt München zudem einen EU-weiten Innovationswettbewerb für Startups und Entwickler-Teams ausgerufen. Der Schwerpunkt lag auf Ideen für das Sammeln und Nutzen von Umgebungsdaten (Umwelt- und Klimadaten, Schad- und Reizstoffe). Mit der Technologie der beiden Gewinner ausgestattet, nahmen die ersten intelligenten Lichtmasten nun den Betrieb auf.

Den Zugang zu neuen mobilen Diensten erhalten Bürger_innen über die München SmartCity App. Diese dient als Informationsplattform für umfangreiche Informationen und Angebote im Stadtteil, gibt Auskunft über Abfahrtzeiten des lokalen öffentlichen Nahverkehrs und den neuen Mobilitätsangeboten, die im Rahmen des Projektes „Smarter Together“ entwickelt werden. Darüber hinaus können bestehende Online-Verwaltungsdienste der Stadtverwaltung im Bereich E-Government abgerufen werden.

SmartCityApp Android

München als „digitales“ Vorbild

Thomas Bönig begrüßte die zahlreichen Interessierten die sich zum Sommerfest eingefunden hatten, darunter auch den Bezirksausschuss-Vorsitzenden Sebastian Kriesel und Stadtrat Johann Sauerer. Er nutzte die Gelegenheit, um die „Lighthouse City“ München als ein Vorreiter und Vorbild für eine umfangreiche und real erlebbare Digitalisierung zu loben. Die intelligenten Lichtmasten können als erfolgreiche smarte Lösungen zukünftig auch in anderen Städte weltweit eingesetzt werden.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten muss aber auch sichergestellt werden, dass die öffentliche Hand der Digitalisierung eine Richtung gibt, die dem Allgemeinwohl dienlich ist. „Denn in der Digitalisierung liegen neben Chancen auch erhebliche Risiken“, so Thomas Bönig. „Der vertrauensvolle und transparente Umgang mit den erfassten Daten ist uns hierbei ein besonderes Anliegen.“, erklärt Bönig und zielt dabei auf das Datenwächterkonzept ab, welches das Projekt „Smarter Together“ entwickelt hat.

Details und Hintergründe zu den intelligenten Lichtmasten erläutern IT-Referent Thomas Bönig und Smart City Stabsstellenleiter Wolfgang Glock im Interview mit der Portalgesellschaft muenchen.de.

Tech-Workshop rund um Sensordaten 

Bereits vor der offiziellen Eröffnung der intelligenten Lichtmasten fand ein Tech-Workshop statt. Teilnehmer_innen aller Altersgruppe und mit unterschiedlichem technischem Hintergrund probierten aus, programmierten und diskutierten. Die Idee des Tech-Workshops war die Visualisierung der Daten, die mit den Sensoren der intelligenten Lichtmasten gemessen werden. Ein Ergebnis war die Benachrichtigung der Nutzer_innen der SmartCity App kurz vor dem Eintreffen des nächsten Busses an der Wunschhaltestelle. Eine mögliche Weiterentwicklung der Lösung wäre eine Pushnachricht für das Smartphone.

Die Veranstaltung als Teil der Tranzsparenzoffensive des Projektes „Smarter Together“ war insbesondere auch dafür gedacht, miteinander zu diskutieren und einen tiefen Einblick in das Thema intelligenter Lichtmast zu erhalten. Der Aufforderung des IT-Referenten, mit den Experten_Innen ins Gespräch zu kommen, kamen die zahlreichen Interessierten gerne nach.

Lightpainting im dunklen Keller des Stadtteillabors

Ein weiteres Highlight des Sommerfests war das Lightpainting. Beim Lightpainting werden Bilder mit Hilfe von Licht (z.B. einer Taschenlampe) „gemalt“. Die Aktion fand dafür im dunklen Keller des Stadtteillabors als Kunstraum statt. Bei völliger Dunkelheit nimmt die Kamera mittels einer sehr langen Belichtungszeit diese Bewegungen auf. Voller Freude zeichneten die Besucher_innen entweder selbst ein Bild oder ließen sich porträtieren.

Hier einige Impressionen des Sommerfestes (Foto: Michael Pruckner, Dominik Parzinger):

Mit smarter Mobilität geht es weiter

SmarterTogetherIn einem zweiten Innovationswettbewerb werden Ideen und technische Lösungen zu den Themen Verkehrsdatenerfassung, Parkraummanagement und Sicherheit sowie Gamification abgefragt.

Startups und Firmen haben noch bis zum 10. August die Möglichkeit, ein Angebot abzugeben. Weiterführende Informationen hierzu gibt es auf der Projekt-Webseite.

 

Ein Beitrag von Franziska Meier, Projekt „Smarter Together“

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München

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