Smarter Together – München als Stadt von morgen

Am 17. Februar 2016 fiel der Startschuss für das EU-Projekt Smarter Together für das Städtekonsortium München, Lyon und Wien. Santiago de Compostela, Sofia und Venedig sind sogenannte Nachfolgestädte, die Nicht-EU-Städte Kiew sowie Yokohama sind Beobachter.

Die Städte des Projektes Smart Together

Smart Cities im Projekt „Smarter Together“, Bildquelle: http://www.lyon-confluence.fr/

Die Laufzeit des Projektes Smarter Together beträgt fünf Jahre wovon in den ersten drei der Aufbau verschiedenster „smarter Themen“ erfolgt, welche anschließend bewertet und ausgebaut werden.

Neben den Bereichen Energie und Mobilität spielen IT-Lösungen als übergreifendes Thema und notwendige Infrastruktur für das Projekt eine zentrale Rolle.

Smarter Together: Innovation für München

Das EU-Projekt „Smarter Together – gemeinsam smarter“ stellt die Lebensqualität der Menschen in den Mittelpunkt, erprobt neue Technologien und nachhaltige Lösungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, für Mobilität und Klimaschutz und fördert den Austausch mit anderen Städten. Besonderes Augenmerk liegt auf smarten Formen der aktiven Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und die Entwicklung innovativer, kreativer Angebote in den Stadtteilen Neuaubing-Westkreuz und Freiham als Neubaugebiet. Geplant ist nicht weniger als die Stadt der Zukunft. Bürgermeister Josef Schmid beschreibt das Projekt so:

Smart City München

Smart City München

„Mit Smarter Together entwickeln wir die Stadt von morgen. München kann mit seinen Partnerstädten in diesem Projekt innovative Maßstäbe setzen und neue Modelle für andere Städte oder Quartiere schaffen.“

 

 

Die geplanten Maßnahmen lassen sich in fünf Gruppen einteilen:

  1. Stadtteil-Labore für die Beteiligung von Bürgerinnen, Bürgern und Nutzergruppen.
  2. Aufbau von Niedrigenergiequartieren auf Basis erneuerbarer Fernwärme sowie erneuerbarer Energieversorgung.
  3. Ganzheitliche Sanierung von Wohnungsbestand in öffentlichem und privatem Besitz und Absicherung bestehender Mietniveaus.
  4. Ausbau integrierter Infrastrukturen in Form von Smart-Data-Management-Plattformen, einer City App für den Zugriff auf Smart-Service-Angeboten sowie Reallaboren, um innovative Lösungen im praktischen Einsatz zu testen.
  5. Lösungen für nachhaltige Mobilität durch Carsharing-Systeme, Fracht-Pedelecs oder Mobilitätsstationen mit Infosäulen.

Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT) mit zentraler Rolle

Die kommunale Verwaltung hat beim Projekt Smarter Together eine besondere Vertrauensposition. Es gilt den Auftrag im Kontext der „smarten“, bürgerorientierten Stadt anzunehmen und im Sinne innovativer Services für die Bevölkerung mehr Lebensqualität zu schaffen.

Der Vortrag zum Kick Off des Projektes Smarter Together auf Slideshare

Die Folien zum Projekt „Smart Together“ auf Slideshare

IT-Stratege der Stadt München, Herr Glock, betont, dass hierfür die IT-integrierte Infrastruktur das „Rückgrad“ für Innovation und essentielles Element der Umsetzung ist. Als übergreifendes Thema und notwendige Basis spielt die Informations- und Kommunikation-Technologie (IKT) eine zentrale Rolle. Die Folien vom Projekt-Kick-off finden Sie hier.

 

 

Hinsichtlich der IKT werden folgende Themenfelder behandelt:

  • Urban Labs“
    In den Stadteilen Neuaubing und Freiham wird eine standardisierte Infrastruktur bestehend aus spezifischen Lampenmasten, Stromzufuhr und Kommunikationsinfrastruktur bereitgestellt. Diese dienen als Träger unterschiedlichster Sensorik und den damit ermittelten Daten. Diese sind wiederum Ausgangspunkt für mobile Dienste und Planungen. Schwerpunkte sind Mobilität, Energie und Bevölkerung, für innovative, nutzbare Ideen entwickelt werden.
  • City App“ für Smartphones
    Eine Smart-City zeichnen sich durch ein Nebeneinander von teilweise autonomen (IT-)Systemen und Services in bislang nicht gekanntem Ausmaß aus. Um diese für die Bürgerinnen und Bürger optimal nutzbar zu machen, braucht es zwingend einen universellen und sicheren Zugang zum Gesamtsystem. Es soll eine zentrale Komponente (Smart-Access-Plattform) konzipiert und aufgebaut werden, welche die Dienste Authentisierung/ Autorisierung sowie Personalisierung und Bezahlung ermöglicht und regelt.
  • Smart Data
    Daten spielen für die Stadtplanung und -Steuerung sowie für Entwickung und Bereitstellung von Smart-City-Lösungen eine fundamentale Rolle. Informationen aus Verkehr, Energie, Infrastruktur und Bevölkerung sind zentrale Datenquellen für eine gezielte Stadtplanung und die Entwicklung neuer Smart-City-Dienste. Es soll eine offene, erweiterbare Smart-Data-Plattform konzipiert und umgesetzt werden, welche Daten über die Stadt in Echtzeit zur Verfügung stellt. Eine solche Daten-Plattform bietet somit Unternehmen, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern einen vertrauenswürdigen Zugang auf städtische und öffentliche Daten zur gemeinsamen Gestaltung einer Smart-City und deren Angebote.

Einen interessanten Bericht über das Smart Together Projekt gibt es als Video auf muenchen.tv (bis Minute 5:45)

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München