Open Government Tage der Landeshauptstadt München am 30. und 31. Oktober 2014

Vor einem Monat bot die Stadt mit den Open Government Tagen im Alten und Neuen Rathaus eine Plattform für Diskussion und Austausch von Erfahrungen. Über 150 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten diese Gelegenheit. „Transparenz, Teilhabe und Zusammenarbeit sind die Säulen einer offenen Verwaltung“, betonte Oberbürgermeister Dieter Reiter dabei in seiner Eröffnungsrede, daher wird mit dem für Jahresende angekündigten Open-Data-Portal der Landeshauptstadt ein weiterer Schritt in Richtung mehr Offenheit im Verwaltungshandeln getan.
Ulrike Huemer – CIO der Stadt Wien – beschrieb in ihrer Keynote die Digitale Agenda ihrer Stadt. Mit „Government 4.0“ demonstriert Wien einmal mehr die wichtige Rolle in Sachen moderner Verwaltung in Europa und mit der Initiative digitalcity.wien werden innovative Ideen gefördert und Trends besser erkannt.
In den anschließend parallel laufenden Workshops zu den Themen Open Data und Open Education präsentierten Expertinnen und Experten aus anderen Kommunen, Universitäten und der Wirtschaft eine breite Palette von Anwendungsbeispielen einer modernen Verwaltung. Heute reicht es nicht mehr, offene Daten im Internet bereitzustellen sondern erst konkrete internetbasierte Dienste machen Spaß, so das Credo der Vortragenden.

Mit dem Titel „Was ist ,open’ in der heutigen Gesellschaft?“ wurden in einer Podiumsdiskussion intensiv Meinungen ausgetauscht, auch wenn sich die Diskutanten über die Wichtigkeit von Open Government generell einig waren.
Von links nach rechts: Moderator Manfred Klein (Chefredakteur/eGovernment Computing), Prof. Dr. Jörn von Lucke (Zeppelin Universität Friedrichshafen), Dr. Philipp Müller (CSC), Mag.a Ulrike Huemer (Stadt Wien), Prof. Dr. Helmut Krcmar (Technische Universität München), Sabine Möves (Stadt Köln) und Peter Onderscheka (Leiter Geschäftsbereich IT-Strategie und IT-Sicherheit, DIR HAIII STRAC)
Am Ende des ersten Tages zeigte ein Projektbericht die Inhalte, Angebote und Neuerungen rund um E- und Open-Government bei der Landeshauptstadt München.

Professor Dr. Helmut Krcmar von der Technischen Universität München eröffnete mit seiner Keynote den zweiten Tag. Er zeigte unterschiedliche Ausprägungen der Offenheit als „Open X“ und erläuterte Zusammenhänge und Hintergründe zu der kürzlich veröffentlichten Studie „eGovernment Monitor 2014“. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten zwei parallele Vortragsblöcke zu Social Media und eParticipation. Dabei wurden der Einsatz moderner Kommunikationsmittel und Ansätze an Beispielen gezeigt sowie viele Tipps und Erfahrungen zum zielgerichteten Einsatz dargestellt. Das zentrale Thema der Bürgerbeteiligung lässt sich heute nicht auf die reine Interaktion via Internet beschränken, sondern geht einher mit anderen Formen der Beteiligung. Dies wurde an konkreten Szenarien demonstriert und zwischen den Vortragenden und dem Publikum intensiv erörtert und diskutiert.

Bei der anschließenden Verabschiedung war man sich einig, dass mit dieser Veranstaltung und den insgesamt 15 Vorträgen und der Podiumsdiskussion eine sehr gute Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen geboten worden war. Den Zielgruppen konnten mit der Präsentation und den Diskussionen neue Wege zur wichtigen Zusammenarbeit aufgezeigt werden. Weitere Informationen zu der Veranstaltung, den Vortragenden und Vorträgen sind unter www.muenchen.de/opengovernmenttage zu finden.

Vielen Dank für die die zahlreiche Teilnahme und die interessanten Gespräche und wir hoffen diese Vortragsreihe im nächsten Jahr unter dem Kontext „Open“ fortführen zu können.

Beste Grüße aus München

Peter Onderscheka und Wolfgang Glock