Von Toiletten-App und Daten-Journalismus – Nachbericht zum Open Data Day Hackathon

Am 05. März 2016 war Open Data Day. Gemeinsam mit Code for München hat sich das Team E- und Open Government der Stadtverwaltung München mit einem Hackathon beteiligt.

HackathonZiel der Veranstaltung war es, zu zeigen, welches Potenzial in offenen Daten steckt und diese so aufzubereiten, dass sie einen Mehrwert für die Münchnerinnen und Münchner darstellen. Inhalt waren Projekte zu gesellschaftlichen Themen. Etwa 40 Interessierte hatten am Samstag Morgen ihren Weg in das Werk 1 gefunden und gemeinsam einen spannenden Hackathon gestaltet.

Einige Impressionen finden sich hier (Dank an Frank Börger, Wolfgang Glock und Christian Müller):

Einblicke in den Daten-Journalismus

Die Keynote hielt Ulrike Köppen von BR-Data. Anhand von zwei Beiträgen („Wer von Flüchtlingen profitiert“ und „Schnee von morgen“) veranschaulichte sie wie Datenjournalismus funktioniert und was bei der Auswertung und Verbindung von Datensätzen für eine Story zu beachten ist. Vor allem die gemachten Erfahrungen bei der Visualisierung der Daten haben den Zuhörerinnen und Zuhörern ohne Zweifel interessante Einblicke gegeben. Ziel sei es, medienübergreifend zu arbeiten, so dass der User selbst entscheiden kann, ob er eine Story lediglich konsumieren oder mit den vorhandenen Daten auch interagieren will. Probleme bereite den Datenjournalisten zum Teil die Beschaffung von Datensätzen bei öffentlichen Stellen. Daher sei es vorbildlich, dass sich die Landeshauptstadt München mit der Thematik Open Data aktiv auseinandersetzt. Wie das Ganze live aussieht, kann man sich auf der Homepage von BR-Data ansehen. Die Folien von Ulrike Köppen liegen auf Slideshare und der Vortrag wurde auf Periscope gestreamt:

Von Toiletten-App und Mietspiegel

Im Anschluss fanden sich verschiedene Arbeitsgruppen zusammen, die zu folgenden Themen diskutierten:

  • Flüchtlingshilfe – Angebote in München – Eine Karte mit Hilfsangeboten auf Basis dieser Liste bauen (oder eine bisherige ergänzen).
  • Toiletten-Daten auslesen und nutzen – Dazu stellte das Team E- und Open Government einen neuen Datensatz über öffentliche Toiletten in München auf dem Open Data Portal zur Verfügung.
  • Feinstaub Bot – Feinstaub-Werte der Stadt mittels Scraping erfassen. Twittern, wenn bestimmte Schwellenwerte überschritten sind.
  • Deine Miete – Erstellung eines alternativen Mietspiegels für München mittels Fragebogen.
  • OParl für München Transparent – Wie veröffentlicht und visualisiert man die Daten online? Mit OParl kommt ein Standard für die API für solche Ratsinformationssysteme. Wir bauen das in München Transparent ein.

Die ursprünglich in die Themenliste eingebrachte „optimierte Visualisierung der Finanzdaten der Landeshauptstadt“ scheiterte bereits in der Vorauswahl, da sich die notwendige Tool-Landschaft zur Visualisierung derzeit im Umbruch befindet.

Was die Twitter-Gemeinde über den Hackathon unter #oddmuc berichtete, kann hier nachgelesen werden:


Mittags gab es eine wohlverdiente Stärkung mit Pizza für alle, bevor Wolfgang Glock die neuesten Entwicklungen zu E-Government und Smart City der Stadtverwaltung München vorstellte. Seine Folien liegen ebenfalls auf Slideshare.

Einen sehr gelungenen Bericht über den Hackathon mit vielen O-Tönen wurde von eGov-Podcast hier veröffentlicht. Jenny Ruhland (Tumblr, Xing) zeichnete während des Hackathons zudem wundervolle Sketchnotes:

Vielen Dank dafür!

Das E- und Open Government Team bedankt sich bei Code for München für die tolle Zusammenarbeit, bei den Vortragenden – allen voran bei Ulrike Köppen – und natürlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München