GovJam 2017 – Design von Verwaltungs-Services

Am 17.  und 18. Mai fand der Global GovJam 2017 statt. In 25 Städten auf der ganzen Welt erforschten Interessierte 48 Stunden lang neue Wege bürgerzentrierter Innovation. Ziel war es, öffentliche Dienstleistungen zu verbessern.

Gov Jam 2017

Gov Jam 2017

GovJam – ohne viel Reden oder Planen, anfangen zu gestalten

Ähnlich wie bei einer musikalischen Jam Session bringt ein GovJam Interessierte aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, um gemeinsam zu experimentieren, neue Methoden und Techniken zu erforschen und Ideen zu entwickeln.

GovJams sind offen für alle: Bürger_innen, Studierende, Designer_innen, Programmierer_innen und natürlich Verwaltungsmitarbeiter_innen.

Jammen im Auftrag der Stadt

Für die Stadtverwaltung nahmen die Projekte E-und Open-Government, Kitafinder und Smarter Together als so genannte „Challenger“ teil.

Ihre Aufgabe war es, den ca. 30 Design-Experten_innen eine Herausforderung aus dem Verwaltungsbereich mitzubringen. Dies waren beispielsweise der leichterer Zugang zu Informationen der Stadtverwaltung oder mögliche Inhalte einer City-App.

Die Teams durchliefen dann gemeinsam einen kreativen Prozess, entwickelten mittels Brainstorming Ideen und erstellten für ihre erarbeiteten Lösungen erste Prototypen. Am Ende der zwei Tage wurden die Ergebnisse dann auf der Global GovJam Website www.govjam.org veröffentlicht.

Die Ergebnisse

Faszinierend war, wie sich die Teilnehmer_innen mit den Themen auseinandersetzen. Ohne jede Verwaltungserfahrungen entstanden Ideen, an die bisher niemand gedacht hatte.

Auch wenn die Ergebnisse nicht 1:1 realisierbar sind, so wurde doch deutlich, dass die Einbeziehung der Bürger_innen bei der Gestaltung von neuen Dienstleistungen wichtig und wertvoll ist. Mit der Beteiligung am GovJam wurden die auf dem BarCamp #MucGov17 entstandenen Kontakt zudem weiter ausgebaut.

Entstanden ist zum Beispiel eine Idee, wie Bürger_innen bei lokalen politischen Entscheidungen beteiligt werden können („Involve people in local political decision making“). Auch die Wartezeit im Bürgerbüro kann sinnvoll genutzt werden („Create a new way of waiting“). Alle Videos und Prototypen können hier angesehen werden: http://www.govjam.org/govjam13/jamsite/23493/projects

Beeindruckend war, dass die Teilnehmer_innen innerhalb von nur 2 Tagen nicht nur Ideen entwickelt, sondern diese als Prototyp realisiert und das Ergebnis dann noch präsentiert haben. Letzteres oft mit einem selbst gedrehten Video. Toll!

Viele auch internationale Tweets mit tollen Bildern gibt es unter dem Hashtag #ggovjam.

Auch haben wir einige Bilder vom GovJam in München:

 

Wir danken allen Jammern und den Organisatoren. Es hat viel Spaß gemacht!

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke!
    Ich hoffe, aber, das nicht „Ideen“ am Ende des Jams entstanden sind, sondern Prototypen. 😉
    Prototypen sind schwieriger und wertvoller als Ideen (Ideen kommen früher im Prozess) und – wichtig – wir können daraus lernen. Sie sind nicht als „Idee“ oder „Vorschlag“ zu verstehen, sondern viel mehr als Hypothese…
    So wie Michael Schrage sagt, „You don’t need good ideas. You need cheap experiments.“
    Adam
    Co-Initiator Global Govjam

    • Hallo Adam,
      Ja, darum ging es 😉 Siehe: „Beeindruckend war, dass die Teilnehmer_innen innerhalb von nur 2 Tagen nicht nur Ideen entwickelt, sondern diese als Prototyp realisiert und das Ergebnis dann noch präsentiert haben. Letzteres oft mit einem selbst gedrehten Video. Toll!“

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