Die Digitalisierung der Münchner Stadtverwaltung nachhaltig gestalten

Am 7. Juli barcampten 250 Studierende und Auszubildende der Landeshauptstadt München gemeinsam zu den Themen „Digitalisierung“ und „Arbeitgeberattraktivität“. Über die Ergebnisse haben wir bereits hier im Blog berichtet.

Die Nachwuchskräfte wählten selbst die für sie wichtigsten Sessions aus, um diese den Entscheidungsträgern der Stadt München zu präsentieren. Am Mittwoch, den 26. September stellten drei Nachwuchskräfte ihre Ideen im IT-Ausschuss dem Münchner Stadtrat vor – stellvertretend für alle Studierenden und Auszubildenden.

E-Akte, Laptops und RPA

Folgende Themen wurden präsentiert:

  • Robotic Process Automation (RPA)
    Den Auftakt machte Nidan Turan. Sie stellte die Vorteile der Robotic Process Automation (RPA) vor. RPA hat zum Ziel, starre, wiederkehrende und anspruchslose Arbeitsabläufe möglichst vollständig von Software Robotern durchführen zu lassen. Beispielsweise können die Daten aus einer Krankmeldungen so automatisch in elektronische Personalmanagementsysteme eingelesen werden. Durch RPA werden Mitarbeiter_innen entlasten und haben mehr Zeit für komplexere Sachverhalte.
  • Laptops statt PC
    Martina Auer setzte mit ihrer Idee bei den, in den Behörden, weit verbreiteten stationären PCs an. Diese binden die Mitarbeiter_innen der Landeshauptstadt München an den Arbeitsplatz, was von vielen als ineffizient wahrgenommen wird. Durch mobile Endgeräte und der dazu gehörenden zeitgemäßen und funktionellen IT werden flexible Workspaces geschaffen. Home Office wird erleichtert und Meetings werden effizienter.
  • E-Akte und papierloses Büro
    Ziel dieses Vorschlags von Laura Drexler sind beschleunigte Prozesse und signifikante Zeit- und Kosteneinsparungen durch die Einführung der E-Akte. Denkbar wäre dann elektronische Personalakten mit Self Service, Online Plattformen für Anträge und ganzheitliche Schulungen für Mitarbeiter_innen.

Details zu den 3 Vorschlägen finden Sie im Foliensatz, den wir auf Slideshare veröffentlicht haben oder in unserem Blogbeitrag, in dem auch alle anderen Sessions dokumentiert sind.

Positives Feedback aus der Politik

Der Münchner Stadtrat zeigte sich von dem Engagement und Ideenreichtum der Nachwuchskräfte beeindruckt. Es gab viel persönliches Lob.

Die Stadträtinnen und Stadträte machten zudem deutlich, dass sie eine möglichst schnelle Umsetzung der Digitalisierung unterstützen. Dazu erging auch bereits ein entsprechender Stadtratsantrag, der die präsentierten Themen wieder aufgreift. Außerdem wünschen Sie sich eine Wiederholung des FutureCamps, die für 2019 geplant ist.

Auch IT-Referent Herr Thomas Bönig und Personal- und Organisationsreferent Herr Dr. Alexander Dietrich bedankten sich für die Präsentationen. Sie bekräftigten, dass bereits viele dieser Themen realisiert werden. Dazu zählen unter anderem Projekte wie die Mobile Kommunikationsoffensive, welche bereits vielen Mitarbeiter_innen ein flexibles und Arbeitsplatz unabhängiges Arbeiten ermöglicht. Auch die elektronische Personalakte ist schon in Bereichen des Personal- und Organisationsreferats im Einsatz.

Ein Beitrag unter Mitwirkung von Alina Völkl, Studentin Bachelor of Law

Team E- und Open-Government der Landeshauptstadt München

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