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LibreOffice-Entwickler treffen sich zu erfolgreichem Workshop in München

von Kirsten Böge am 27.09.11

Fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Projekt und Stadt  – zahlreiche konkrete Aufgabenstellungen gelöst

Update: Interview der TDF mit Björn Michaelsen über das Hackfest unter  http://blog.documentfoundation.org/2011/11/20/interview-with-bjorn-michaelsen-about-the-hackfest/

Hackfest in München

Vom 2. bis 4. September fand das erste LibreOffice-Hackfest statt, ein Treffen von Entwicklern der freien Office-Suite. Gemeinsam veranstaltet vom LiMux-Team und dem LibreOffice-Projekt, folgten nahezu 35 Teilnehmer aus mehreren Ländern der Einladung in die Landeshauptstadt.

Das in dieser Form erste Treffen nach Gründung des LibreOffice-Projekts im vergangenen Herbst war ein voller Erfolg. So erhielten die Entwickler nicht nur einen Einblick in die Münchener Erfahrungen beim Einsatz freier Software auf 15.000 Arbeitsplätzen, sondern gingen auch zahlreiche konkrete Aufgabenstellungen an, die zum größten Teil bereits vor Ort vollendet wurden. Eine vollständige Übersicht über gelöste Problemstellungen befindet sich im Wiki von “The Document Foundation (TDF)”.

Zwei Entwickler aus Ungarn sorgten beispielsweise während des Hackfest dafür, dass die für Programmierer so wichtige API-Referenz ständig aktualisiert online zur Verfügung steht. Daneben standen Verbesserungen bei der Lokalisierung, die Erweiterung zahlreiche Importfilter für Fremdformate sowie die Optimierung des so genannten Build-Systems auf dem Programm. Auch Calc, die Tabellenkalkulation von LibreOffice, erfuhr zahlreiche Verbesserungen noch während der Veranstaltung.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem LibreOffice-Projekt konnten die Verantwortlichen der Landeshauptstadt München nicht nur Einblick in die Prozesse und Strukturen hinter LibreOffice erlangen, sondern in Zusammenarbeit mit den Entwicklern auch selbst konkrete Wünsche im Programm umsetzen, wie zum Beispiel einen Codepatch, der nun im Zusammenhang mit der LiMux-Migration einen enormen Vorteil darstellt.

Die bewusst ohne feste Agenda gehaltene Veranstaltung wurde von den Teilnehmern und von den Veranstaltern sehr gut aufgenommen. „Sehr überrascht war ich über die Menge an Teilnehmern, die extra für das Hackfest in München eingflogen sind bzw. sehr lange Reisewege in Kauf genommen haben.“, so Stefan Ströbl aus dem LiMux-Team. „Für uns war die Veranstaltung definitiv ein Gewinn, und wir würden uns freuen, das Projekt auch im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.”, resümierte Kirsten Böge aus der LiMux- Kommunikationsabteilung.

Florian Effenberger vom Steering Committee der Document Foundation fügt hinzu: “Das Wochenende in München war für alle Beteiligten ein Erfolg, und im Namen des Projekts möchte ich dem LiMux-Team herzlich für die Gastfreundschaft danken. Wir freuen uns darauf, auch künftig eng zusammenzuarbeiten, um die Belange großer Anwender noch besser zu berücksichtigen. Eines der erklärten Ziele der Document Foundation ist es, Hand in Hand mit den Anwendern zu arbeiten — das Hackfest ist ein Paradebespiel dafür, wie das Resultat einer solchen Kooperation letztlich allen Anwendern zugute kommt.”

(Von Florian Effenberger, Steering Committee and Founding Member of The Document Foundation)

10 Kommentare
  1. Felix Permalink

    Und wieder sind mal wieder meine Steuergelder sinnlos und für private Spielchen von Staatsangestellten verschleudert worden?

    Bisher gibs aber keinen Stadtratsbeschluß für den Unsinn, oder?

    • Kirsten Böge Permalink

      Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Angestellten der Stadt München dies in ihrer Freizeit getan haben. Das gleiche gilt für die angereisten Teilnehmer. Lediglich 150 Euro wurden aus Projektbudget beigesteuert, weitere Kosten wurden von Sponsoren übernommen. Stattgefunden hat die Veranstaltung in bereits vermieteten Räumen.
      Es wäre schön, wenn Sie sich ein wenig über Communityarbeit informieren würden, hier basiert sehr Vieles auf freiwilliger Unterstützung. Ähnliches gilt für die Arbeit des Projektes MOGDy.
      Anm.: Die Stadt München beschäftigt keine Staatsangestellten.

      • Felix Permalink

        Na Kerstin Böge, Sie sind schon lustig. Die Stadt München ist eine staatliche Einrichtung, die ihren Bürgern mit staatlichen Zwangsmitteln gegenübertritt und von – nebenbei auch meinen – Steuern lebt. Da ist keine Wertschöpfung, kein gar nix – außer mal eben eben solche teuerverschwendung als sich den eigentlichen Staatsaufgaben zu widmen.
        Und ergo müssen Sie sich schon auch als Staatsagestellte bezeichnen lassen – oder wie wäre es Ihnen den lieber.

        So, aber natürlich kenne ich Community-Arbeit. Diese zeichnet sich aber genau dadurch aus, dass keine Staatsangestellten in ihrer Amtstracht mitwirken und nicht einmal 150 Euro dafür ausgegeben werden. Es ist auch nicht Aufgabe des Staates, so etwas zu finanzieren.
        Es ist nur dann Aufgabe des Staates oder besser: wird von einigen wenigen so gesehen – wenn Staatsangestellte keine sinnvolle Beschäftigung haben und nicht wissen, wass sie mit ihren 30 Stunden machen sollen.

        Lassen Sie einfach die communities in Ruhe, die kommen ohne Ihre Hilfe und ohne Staatsknete besser aus. Die community will Sie auch gar nicht.

      • Oliver Altehage Permalink

        Danke für den und die Einwände. Ich möchte in zweierlei Hinsicht darauf antworten.
        Wenn ein/e Angestellte/r einer Kommunalverwaltung in seiner Freizeit an einem Workshop freiwillig teilnimmt, dann tut sie/er das ohne Amtstracht als Privatperson. In sicherlich einige Communities wirken auch Menschen mit, die darüber hinaus ein Arbeitsvertrag mit einer öffentlichen Institution haben. Wer entscheidet denn über die Mitwirkung von Personen in einer Open Source Community?
        Zum anderen liegt es in der Eigenverantwortung sowohl eines Projekts mit definiertem Budget über seinen Mitteleinsatz begründet zu entscheiden, wie dies auch Unternehmen und andere Sponsoren tun (können). Wenn folglich das Projekt LiMux entscheidet ca. 150€ zur Verfügung zu stellen und sich dadurch Ergebnisse einstellen, die auf anderem Wege ein Vielfaches den Steuerzahler gekostet hätten, dann nennt man das “kluges wirtschaften” oder auf neudeutsch eine “Win-Win Situation” herstellen.

      • Na jetzt bin ich doch mal gespannt, was der oberste Boss Münchens zu dieser Geldverschwendung sagt.

        Aber ich darf Ihnen natürlich noch antworten: Sie irren, wenn Sie der Meinung sind, dass Geld wäre zur freien Verfügung von irgendwelchen Personen vorhanden. Es sind immer noch Steuergelder und der Staat ist höchstens Treuhänder dieser Gelder, und damit auch alle beteiligten Staatsangestellten.
        Es mag hier um 150 Euro gehen. Aber aus mehreren 150 Euro, die so tagtäglich in Ihrer Staatsbehörde verschwendet werden, werden schnell Millionen und bundesweit Milliarden. Schauen Sie einfach mal ins Schwarzbuch!!! Bildung ist eine fortwährende Aufgabe!!!

        Sie haben Recht, dass auch Staatsangestellte in ihrer Freizeit machen können, was sie wollen. Dafür interessiert sich niemand die Bohne. Nur müssen sie nicht zu ihren üppigen Gehaltsschecks noch zusätzlich meine Steuern, die mir zwangsweise abgeknöpft worden sind (und vor kurzem wurde mal wieder in München die Steuer erhöht – wie alle anderen Staatsabgaben), im Kamin verrauchen.
        Danke.

  2. Alex Permalink

    Ich bin Münchner Bürger und habe kein Arbeitsverhältnis mit der Stadt und habe nichts mit MOGDy zu tun. Ich finde die Mittelverwendung an dieser Stelle absolut in Ordnung. Im Gegenteil, der IT-Blog schafft an dieser Stelle Transparenz.

    @Felix: Jetzt weißt du wenigstens für was deine Steuergelder ausgegeben werden! Besser, als wüsstest du es nicht….

  3. Thomas Permalink

    Ich finde das Vorgehen der Stadt München vorbildlich! Weiter so! Die Communities freuen sich im Übrigen auch sehr über solch ein Engagement.

    @Felix: Geh Lizenzen kaufen.

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